Aushilfe
Unsere “Kantine” im Haus bietet nicht unbedingt Gourmet-Essen, aber es füllt den Magen.
Normalerweise arbeitet in so einer kleinen Küche eine festangestellte Person. Diese haben den Nachteil, dass sie, wenn sie Urlaub haben oder krank sind, von einer anderen Person vertreten werden.
Vor drei Wochen, also noch eine Woche vor meinem Bettaufenthalt, hat unsere Küchenfee eine Vertretung bekommen, da sie ihren Anspruch auf Urlaub wahrgenommen hat.
Die Vertreterin war sehr nett, konnte sich die Namen und Gesichter schnell merken und hat ihren Job gemacht. Als ich am Montag (09.06.2008) wieder kam, dachte ich unsere Küchenfee ist wieder da.
Pustekuchen, denken sollte verboten werden.
Da war dann eine nette Aushilfe. Um Essen zu bekommen, muss man dies einen Tag vorher bestellen und am besten seinen Namen dazu, damit sie auch am nächsten Tag jedem die Richtige Mahlzeit zuordnen kann.
Sie hat, ausnahmslos bei jedem Namen den sie Aufgeschrieben hat, gesagt:
Ihr habt hier ja alle komische Namen.
Also Namen buchstabiert damit sie sie korrekt aufschreibt, aber das schien sie auch nicht zu beherrschen. Dazu habe ich noch erwähnt, dass ich Praktikant bin, da ich dann nur die hälfte Zahlen muss.
Ich habe am Montag jeweils Wahlessen II für Dienstag und Mittwoch vorbestellt. Mein Kollege hat für Mittwoch Wahlessen II vorbestellt, da er Dienstag nicht im Haus war.
Am Dienstag ging fast alles gut.
1.Aushilfe: Was bekommen sie?
Ich: Wahlessen II!
1.A: Ah sie waren Herr Bernd?
I: Nein, der Herr dazzler?
1.A: Ach der Azubi!
I: NEIN, ich bin Praktikant, aber sie haben Recht ich zahle nur die Hälfte!
Essen bekommen, aufgegessen und gelogensagt dass das Essen gut war. Vorbestellen brauch ich auch nicht mehr, habe ich ja am Montag gemacht.
Am Mittwoch kommen mein Kollege und ich zur Kantine. Mein Kollege bekommt sein Wahlessen. Dann bin ich an der Reihe.
1.A: Sie bekommen Wahlessen I?
I: Nein, ich habe das Gleiche wie der Kollege vor mir, Wahlessen II.
A
as habe ich aber nicht mehr da. Ich habe auch nur zwei bestellt.
I:*ein bisschen pisst*Naja, dann bleibt mir ja nichts anderes Übrig als Wahlessen I zu nehmen.
Essen Notgedrungen runter gewürgt, weil der Magen Hunger schrie.
Da die Auswahl für Donnerstag nicht sehr berauschend war, haben mein Kollege und ich entschieden auswärts zu essen.
Donnerstag, dann auswärts gegessen. Nachdem wir vom Essen zurückkamen, dachten wir, wir bestellen mal für Freitag(13.06.2008). Kollege Wahlessen II und ich die I.(Mir fällt gerade auf Freitag der 13., kann ja nur schief gehen.)
In der Kantine angekommen, empfing uns eine neue Aushilfe. Sah sehr merkwürdig aus(dürrer abgemagerter Junge). Naja, Essen bestellt und gut war.
Freitag:
Mein Kollege wieder als erstes, Name gesagt und Wahlessen angegeben. Die Mahlzeit kostet für ihn 3,70€. Da er nur die Cent passend hatte, hat er 5,70€ hingelegt.
2.Aushilfe: Sind das 70 Cent, die sie da hin gelegt haben?
Kollege: Ja, das sind 70 Cent!
Zwei Euro wieder bekommen und sich an einen Tisch gesetzt. Ich war dran.
2.A: Sie bekommen auch Essen II?
I: Nein, ich habe die I!
Gut, da er mir mit dem Zählen schon nicht so klar kam, dachte ich mir, ich kläre ihn wegen Praktikanten und Auszubildende auf.(Mein Essen kostet dadurch nur 1,25€ statt 2,50€)
I: Stopp, ich will nur aufmerksam machen, dass ich Praktikant bin!
Fragendes Gesicht meines Gegenüber.
I: Auszubildende und Praktikanten zahlen nur die Hälfte!
2.A: Achso, das hat man mir gar nicht gesagt.
Ihm das ganze nochmal gesagt.
Er rechnet das ganze Brav aus. Ich habe schon 2,25€ in der Hand, damit ich 1€ wieder bekomme.
Er nimmt mein Geld und sagt:
2.A: Sind das 25 Cent?
I: Ja, das sind 25 Cent?
Er dreht die Zweieuromünze nach vorn und nach hinten
2.A: Das sind Ja zwei Euro!
Noch mal dazu ein doofes gesicht gemacht und dann dachte ich es hat klick gemacht.
I: Ich hätte ja auch gern 1€ wieder.
mit einem fast sehr verhaltenen Lachen kam dann
2.A: Achso, ja klar.
Gibt mir meinen Euro und ich kann endlich essen.
Ich dachte , die Tante von Montag bis Mittwoch wäre schlimm, doch er hat es locker getoppt.
Warum stellt man jemanden allein in eine Kantine, wenn er mit Mathematik auf Kriegsfuss steht. In einer Großküche als Hilfe oder für die Essensausgabe wäre er viel Besser geeignet.
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