Schein ist besser als Sein!
Um Vorgesetzten einiges Recht zu machen nimmt man unnötige Dinge in Kauf.
Mein Kollege sagt, wollen wir kurz zu einem Standort fahren, wir müssen da noch nen Rechner hinstellen.
Damit hab ich ja die wenigsten Probleme Hauptsache mal weg von der viereckigen Kiste.
Der Rechner wird aber nur hingestellt um die obere Riege zu besänftigen. Denn angeschlossen wird er nicht, da die Leitung noch geschaltet werden muss und das Projekt für dessen Einsatz gerade mal angelaufen ist.
Da stellt sich doch die Frage, warum sagt man nicht einfach: der Rechner steht noch im Keller, weil es noch keinen Sinn ergibt ihn aufzustellen. Ob er nun im Keller lagert oder schon an seinem Platz steht ohne nur eine Funktion auszuüben.
- Man sagt seinen Chefs nicht die Wahrheit, weil die nicht gehört werden möchte.
- Psychologisch betrachtet steht ja dann der Rechner schon da und das gibt ein gutes Gefühl. Zumindest bei den Chefs.
- Steht der Rechner schon da, kann man sagen dass alles vorbereitet ist.
Also haben wir fast ne Stunde Zeit verplempert ohne jeglichen wirtschaftlichen Nutzen, auf den man eigentlich so besonderen Wert legt.
Was haben wir dadurch erreicht:
- Wir können Wahrheitsgemäß bestätigen, dass der Rechner vor Ort steht.
- Die Vorgesetzten sind zufrieden, da sie Ihren Willen bekommen haben.
- Sinnloses Geldverbraten um die Gemüter zu befriedigen.
Ich persönlich finde diese Ich-Mache-Es-Allen-Recht-Politik nicht besonders förderlich, obwohl ich zugeben muss das ich sie Mitmache. Leider ist in unserer Gesellschaft der Druck gute Bewertungen zu bekommen so enorm hoch, dass wir vieles tun um sie zu erhalten. Die Leute die sich quer stellen oder ihre Meinung sagen, werden ignoriert, gemobbt, versetzt oder gekündigt.
Daher hält man lieber den Mund und spricht die ganzen Sachen die einen Stören hinter verschlossenen Türen. Jeder weiß das, nur keiner Unternimmt etwas dagegen. Oder vielleicht doch?
Kommentare
One Kommentar zu “Schein ist besser als Sein!”
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Jaha… das denk ich mir ab und zu auch.
Aber manchmal hat der Chef ja auch recht.