Einführung Dienstleistung

Trauen wir Deutschen uns nicht über den Weg?

Worüber ich von Zeit zu Zeit nachdenke ist der Begriff “Dienstleistung”.
Die Fragen die sich mir dabei stellen, sind:
Was sind Dienstleitungen?
Wer nimmt Dienstleistungen in Anspruch?
Dienstleistung gleich Service?
Warum nehmen die Deutschen Service und Dienstleistungen im Ausland an und hierzulande nicht?

Vorneweg:
In Deutschland hat sich “Do-It-Yourself” (Was ein Profi kann, kann ich schon lange) durchgesetzt.
Daher funktioniert auch ein nordeuropäisches Möbelhaus so gut.
Wenn ich im Ausland bin, z.B. in Griechenland habe ich die Möglichkeit mein Auto betanken zu lassen. Ich gebe meinen Schlüssel für die Tankklappe raus, sage welchen Kraftstoff ich haben möchte und meistens wird der Tank voll gemacht. Nach der Betankung bekomme ich den Schlüssel wieder und bezahle artig, meist ohne Trinkgeld. D.h. ich kann die ganze Zeit im Auto bleiben (besonders gut in der kalten Jahreszeit).

In Deutschland fahre ich an die Tanke, schließe mein Auto zu, mache den Tankdeckel ab, nehme mir eine Zapfpistole mit meinem gewünschten Treibstoff, tanke die gewünschte Menge und gehe zum Bezahlen. Dann wieder Auto aufschließen und weiter geht die Fahrt.

Letztens war ich an einer gelben Tankstelle mit Muschel, die haben sich in den Kopf gesetzt,
bevor der Mitarbeiter dumm rumsteht, kann er auch dem Kunden helfen, leider hat er da nicht mit den Kunden gerechnet.

Wenn in Deutschland jemand zu mir kommt und fragt ob er/sie mir helfen kann, schütteln wir meist den Kopf.
Warum nehmen wir die Dienstleistung/Service im Ausland an und in Deutschland nicht?

Thesen:
1. Wir wissen, wenn uns jemand hilft, erwartet er meist etwas dafür. Zum Beispiel Trinkgeld.
2. Wir lassen uns nicht helfen, weil wir ja schon Groß sind und das allein können.
3. Finger weg! Mein Hab und Gut geht dich gar nichts an.

Die Thesen lasse ich erstmal im Raum stehen.

Ich habe den Service im übrigen angenommen. Ich war zwar auch erst irritiert, doch dann habe ich gesagt wieviel getankt werden soll. Bezahlt habe ich dann wieder drin, weil man soll ja noch an den tollen Produkten vorbei um eventuell noch mehr, als Kraftstoff, zu kaufen.
Zurück beim Auto waren die Front- und die Heckscheibe geputzt, so gut es ging für die kurze Zeit. Ich habe der Servicekraft ein kleines Trinkgeld gegeben, da ich für meinen Teil sonst ein schlechtes Gewissen bekomme.

Das soll erstmal für Heute reichen. Weitere Artikel sollen folgen, Themen, Beispiele und Anregungen nehme ich gern entgegen.

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